Etwa 3 kWh verbraucht der Mensch überall täglich seit jeher mit seiner Nahrung. Durch Möglichkeit
und Notwendigkeit einer Heizung erhöhte sich in Mitteleuropa der Primärenergie-Verbrauch auf 6 kWh.
Unsere Vorfahren aus dem Mittelalter waren bereits gut gekleidet, bauten Häuser und Schiffe, nutzten
Pferde und nährten Kirche und Staat. Deshalb verbrauchten sie vielleicht 25 kWh pro Person und Tag.
Verlässliche Angaben gibt es für diese Zahlen kaum. Heute entfallen weniger als 6 kWh auf die
reine Nahrung und mehr als 12 kWh auf deren Transport und Zubereitung.
Der durchschnittliche tägliche Energieverbrauch eines Inders bezüglich Kohle, Öl und Elektrizität lag 1950 noch bei etwa 2 kWh, siehe Encyclopédia de l'énergie. Inzwischen hat sich dieser Wert erzehnfacht. Der jährliche Primärenergieverbrauch in einzelnen Ländern und der Welt findet man für 1950 bis 2021 auf den Seiten von BP und seit 2022 in der jährlichen Statistik des Energy Institute. Bevölkerungszahlen enthalten die Seiten von PRB und Wikipedia. Das Energy Institute gibt auf einer Seite den Primärenergieverbrauch in Gigajoule pro Jahr und Kopf der Bevölkerung an, woraus sich der um den Faktor 0,7605 geringere, siehe Maßeinheit, tägliche Pro-Kopf-Energieverbrauch in kWh berechnen lässt. Es ergeben im Jahre 2024 für Indien 20,3 kWh (3,4 %), für China 85,2 kWh (2,7 %), für Deutschland 91,2 kWh (−0,3 %) und für die USA 202,2 kWh (−0,1 %). Die Zahlen in den Klammern bezeichnet die Änderung im Vergleich zum Vorjahr.
Für die gesamte Weltbevölkerung von 8,1 Milliarden (2024) gibt die Statistik einen mittleren täglichen Primär-Energieverbrauch pro Kopf der Bevölkerung von 55,2 kWh und einen Anstieg von 0,9 % gegenüber 2023 an. Wenn die Bevölkerung auf 10 Milliarden ansteigt, und alle Länder zum heutigen USA-Verbrauch aufrücken würden, wäre die fünffache Energieerzeugung erforderlich.